DE-Öko-037
Deutschland Landwirtschaft
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Demeterhof Konrad, 97262 Hausen/Wü

Die Frage einer Verbraucherin, ob wir auch wirklich kein Tiermehl verfüttern, hat mich dazu bewogen, hier noch einmal über unseren Hof zu informieren.

Wir haben unseren Betrieb bereits 1985 auf biologisch-dynamische Landwirtschaft umgestellt. Seit dieser Zeit sind wir dabei einen Betriebskreislauf zu erreichen, bei dem möglichst wenig zugekauft werden muß.

Unsere Viehhaltung dient in diesem Kreislauf der Verwertung der Futterpflanzen und der Erzeugung des Düngers. Außer Gesteinsmehlen und kohlensauren Kalk müssen wir deshalb keinen Dünger von außen einführen. Das Futter für die Rinder wächst auf unseren Feldern. Im Winter bekommen die Tiere Futterrüben, Kleegrassilage und Heu. Im Sommer ernähren sie sich von Grünfutter (Klee und Gras) und als Energielieferant Silomais. Bei Bedarf füttern wir noch Getreideschrot, und geschrotete Erbsen und Ackerbohnen. Als mineralische Versorgung erhalten die Rinder zusätzlich Viehsalz. Die Kälber werden mit Vollmilch ihrer Mutter oder der Milch einer Ammenkuh aufgezogen.

Tiermehl, Milchaustauscher, Mineralfutter und sonstige Fertigfuttermittel werden in unserem Betrieb seit der Umstellung 1985 mit 100%iger Sicherheit nicht eingesetzt.

Nach dem Neubau unseres Kuhstalls 1993 wurde die Viehherde mit Tieren von anderen biologisch arbeitenden Betrieben aufgestockt. Seit 4 Jahren wurden keine fremden Tiere mehr in unsere Herde eingeführt. Die Kühe werden mit Samen von Bullen der Besamungsstation Neustadt/Aisch besamt.

Wie jeder Lebensmittelskandal bestärkt uns auch die Rinderseuche BSE darin, dass wir auf dem richtigen Weg sind, und regt uns an, den ökologischen Landbau kritisch und konsequent weiterzuentwickeln.